Selbstverständnis des Vereins
Im Zentrum der Stadt gelegen stellt die Jesuitenkirche einen wichtigen Ort der Begegnung und Einkehr dar. Zwischen den beiden Gebäudeteilen der Katholisch-Theologischen Fakultät gelegen gehört das Gebäude der Republik Österreich, die durch die Bundesimmobiliengesellschaft auch die Erhaltungskosten trägt. Als Teil der Universität bleibt die Kirche auch ein Ort an dem wichtige Ereignisse des akademischen Lebens zelebriert werden: Semestereröffnungs- und Schlussgottesdienste, sowie Konzerte des akademischen Chores.
Die umfassende Verantwortung für die Seelsorge an der Kirche trägt der Jesuitenorden, vertreten durch den Provinzial der österreichischen Jesuitenprovinz und den Rektor des Jesuitenkollegs in Innsbruck. Der prächtige Barockbau und die Nachbarschaft zur akademischen Theologie verlangen geradezu nach einer Seelsorgekultur, die liturgische Elemente mit künstlerischen verbindet und die seelsorgerliche Begleitung durch theologisch qualifizierte Verkündigungspraxis ergänzt. Durch jahrelange Bemühungen gelang es auch eine unverwechselbare Atmosphäre zu schaffen, die von der gottesdienstlichen Gemeinde der Jesuitenkirche geschätzt wird. Die Gottesdienste werden sorgfältig vorbereitet. Zahlreiche Menschen sind dabei involviert: Lektorinnen und Lektoren, Ministrantinnen und Ministranten, Zelebranten aus dem Jesuitenorden und der Theologischen Fakultät. Besondere Aufmerksamkeit wird der musikalischen Kultur gewidmet. Der Kirchenmusiker bemüht sich sowohl um die Entwicklung des Volks- und des liturgischen Gesangs (durch Kantorinnen, Kantoren und Schola), als auch um die Kultivierung liturgisch geeigneter Konzertmusik. Der Schwerpunkt liegt in der Kammermusik; dem barocken Gebäude entsprechend wird der Barockmusik besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

Zur seelsorgerlichen Kultur der Kirche gehören auch liturgische und paraliturgische Aktionen aus dem Umkreis der Theologischen Fakultät (wie etwa ‚Adventunterbrechung', ‚Kreuzweg der Märtyrer', Gebetsabende und Gebetsnächte) und die Förderung des menschlichen Miteinander von den an der Kirche engagierten Kindern und Jugendlichen (Ministrantenarbeit) und Erwachsenen durch Organisation von Festen und verschiedenen Events.

Die Vision der weiteren Entwicklung derartiger seelsorgerlichen Kultur umfasst den Ausbau von Konzerttätigkeit und Entwicklung neuer Gottesdienstformen bei denen hochqualifizierte musikalische Darbietung mit theologischer Reflexionen kombiniert werden (etwa Maiandachten, "Nikodemusnächte" u.ä.).

Der Verantwortung des Jesuitenordens für die Kirche zeigt sich zuerst durch die Bereitstellung eines Kirchenrektors, der sich hauptamtlich um die Seelsorge kümmert. Auch die Bestellung des Kirchenmusikers wird vom Orden getragen. Hinzu kommt noch die finanzielle Unterstützung für den seelsorgerlichen Alltag. Die Verwirklichung der Visionen scheitert oft nicht nur an den finanziellen Grenzen. Hin und wieder sind es fehlende Kapazitäten, Routine und Müdigkeit oder aber Resignation. Um die Grenzen immer wieder neu überspringen und überwinden zu können, soll der ‚Verein zur Förderung der seelsorgerlichen Kultur an der Jesuitenkirche in Innsbruck' gegründet werden. Sein Ziel ist die ideelle und materielle Förderung der Seelsorge an der Jesuitenkirche. Die Arbeit des Vereins versteht sich als konkreter Beitrag zur Kirchenreform in unserer Zeit. Die durch das Zweite Vatikanische Konzil eröffneten "Räume" sollen durch die Arbeit des Vereins ausgestaltet und geweitet werden. Die Mitglieder der gottesdienstlichen Gemeinde an der Jesuitenkirche, die Studierenden der Theologischen Fakultät, Menschen, die an der Entwicklung einer Form Seelsorge interessiert sind, die Kunst, wissenschaftliche Reflexion und Frömmigkeit verbindet und dementsprechend Liturgie feiert, seelsorgliche Begegnungen fördert und so „den ganz konkreten Menschen der Gegenwart in die Kirche bringt", sind eingeladen, dem Verein beizutreten.

Statuten
Die Statuten des Vereines finden Sie hier als

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Adresse

Karl-Rahner-Platz 2
A-6020 Innsbruck
Österreich
+43 512 5346-0
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10.30 Uhr: Aussprache / Beichte (P. Rudolf Kerschbaumer SJ)
11.00 Uhr: Eucharistiefeier (mit P. …

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